350 Jahre Bürgerliches Waisenhaus

16.01.2019 – Das Bürgerliche Waisenhaus Basel lädt 2019 mit Jubeljahrprogramm zum Mitfeiern und Entdecken ein.

Das Bürgerliche Waisenhaus Basel feiert dieses Jahr sein 350-jähriges Bestehen. Seine Geschichte begann 1667 mit der Gründung durch den Basler Rat: Das Waisenhaus hatte den Auftrag, herumstreunende und bettelnde Kinder von der Strasse zu holen und zu einem sogenannt gottesfürchtigen Leben und zur Arbeit zu erziehen. Die ersten Jahre noch am Steinenberg angesiedelt, musste es 1669 aus Platzgründen zügeln und kommt seitdem im ehemaligen Kartäuserkloster am Rhein den ihm aufgetragenen Aufgaben nach.

In den Anfangszeiten diente das Waisenhaus ebenso der Unterbringung von Waisen oder verwahrlosten Kindern wie auch als Zuchthaus für erwachsene Gefangene. Wie diese mussten damals auch die Kinder noch durch Arbeit in den hauseigenen Werkstätten der Seidenbandweberei, Schusterei oder Tuchproduktion für die Kosten ihrer Unterbringung aufkommen.

Seither ist viel Wasser den Rhein heruntergeflossen. Der Name «Waisenhaus» und ein Grossteil der traditionsreichen Gebäude aus der Klosterzeit sind erhalten geblieben, ansonsten hat sich viel verändert.

Das Bürgerliche Waisenhaus nimmt das Jubeljahr zum Anlass, auf Spurensuche in der Vergangenheit zu gehen - und blickt gleichzeitig aber auch gespannt in die Zukunft. Übers ganze Jahr verteilt lädt ein vielfältiges Programm interessierte Besucher und Besucherinnen dazu ein, den Spannungsbogen zwischen traditionsreicher Vergangenheit und den Herausforderungen einer zeitgemässen Pädagogik für und mit Kindern und Jugendlichen zu entdecken.