Trockenheitsschäden im Hardwald

Sicherheitsfällungen im Hardwald

21.09.2026 – Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen haben in den Wäldern der Region deutliche Spuren hinterlassen. Betroffen sind auch unsere Waldflächen. Insbesondere im Hardwald sind bei vielen Bäumen Kronenteile vertrocknet, Äste abgestorben bzw. regelrecht verbrannt. Entlang von Strassen und Wegen müssen deshalb in den kommenden Wochen geschädigte Bäume gefällt werden.

Medienmitteilung vom 21. September 2026:
Was für Waldbesucherinnen und Waldbesucher auf den ersten Blick vielleicht wie ein grüner gesunder Baum aussieht, kann bei genauer Betrachtung ein bereits stark geschädigter Baum sein. Abgestorbene Kronenteile und Äste können unvermittelt abbrechen, zudem verlieren geschwächte Bäume zunehmend an Stabilität. Besonders dort, wo sich regelmässig Menschen aufhalten, muss die BG Basel als Waldeigentümerin deshalb handeln. Natürliche Gefahren gehören zwar zum Lebensraum Wald, entlang von frequentierten Strassen und Wegen sowie rund um Erholungseinrichtungen sollen die Risiken nun aber so weit wie möglich reduziert werden.

Sicherheit für alle Beteiligten
Die notwendigen Fällarbeiten im Hardwald starten in den nächsten Wochen. Christian Kleiber, Revierförster und Leiter des Forstbetriebs der BG Basel, weist darauf hin, dass es zu örtlichen Sperrungen und Umleitungen kommen kann. Die Waldbesucherinnen und Waldbesucher werden dringend gebeten, die Signalisation zu beachten und den Anweisungen des Forstpersonals Folge zu leisten.
Holzschlag ist eine gefährliche Arbeit. Das Fällen von trockenen oder teils abgestorbenen Bäumen ist besonders anspruchsvoll, da geschädigte Bäume anders reagieren als gesunde.
Die Forstleute müssen sich bei diesen Arbeiten vollständig auf die Situation, den Baum und ihre Arbeitskollegen konzentrieren. Aufgrund früherer Erfahrung macht der Revierförster darauf aufmerksam, dass während laufender Fällarbeiten weder das Führen von Diskussionen noch das Betreten abgesperrter Bereiche gestattet sind. Die Absperrungen dienen dem Schutz der Bevölkerung und der Forstmitarbeitenden.

Jeder gefällte Baum schmerzt
Christian Kleiber legt zudem Wert auf die Feststellung, dass ihm die anstehenden Arbeiten nicht leichtfallen. «Wer im Forst arbeitet, begleitet einen Wald oft über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte. Wir pflegen Bäume, beobachten ihre Entwicklung und arbeiten mit dem Ziel, einen gesunden und vielfältigen Wald an die nächste Generation weiterzugeben. Wenn grosse, teils alte Bäume wegen Hitzeschäden gefällt werden müssen, ist das mehr als nur ein Arbeitsschritt. Das schmerzt. Gerade weil uns der Wald am Herzen liegt, braucht es die Eingriffe.»

Der Wald von morgen
Mit dem Holzschlag ist die Arbeit nicht beendet. Genau hier setzt an, was den Revierförster trotz allem zuversichtlich stimmt. Wo grössere Lücken entstehen, wird der Wald bei seiner Erneuerung gezielt unterstützt. Neben der natürlichen Verjüngung werden auf geeigneten Flächen standortgerechte Baumarten gepflanzt, die besser mit höheren Temperaturen und längeren Trockenperioden umgehen können.
Dabei kann der Forstbetrieb der BG Basel auf wertvolle Erkenntnisse zurückgreifen: Auf Schadflächen, die nach der grossen Trockenheit von 2018 entstanden sind, wurden bereits solche Baumarten gepflanzt. Viele dieser jungen Bäume haben sich gut entwickelt und auch die diesjährige Trockenheit erfreulich gesund überstanden. Der Wald kann also an die veränderten klimatischen Bedingungen angepasst werden. Der Umbau braucht jedoch Zeit.

Fazit von Revierförster Christian Kleiber:
«Wir fällen diese Bäume nicht gerne. Wir fällen dort, wo es aus Sicherheitsgründen notwendig ist. Gleichzeitig arbeiten wir daran, dass ein widerstandsfähiger Wald von morgen wachsen kann.»

 

Bildmaterial zum Download: bgbasel.ch/bildmaterial
Die Medienmitteilung als PDF findet sich hier: bgbasel.ch/medien

 

Luftbild Hardwald Basel mit vielen braunen Bäumen
Luftbild Hardwald Basel mit vielen braunen Bäumen
Luftbild Hardwald Basel mit vielen braunen Bäumen

14.08.26 – Seien Sie vorsichtig: Aufgrund der anhaltenden Trockenheit im Hardwald verstärken sich die waldtypischen Gefahren - es können auch ohne Wind und Sturm spontan Äste abbrechen. 

Betreten Sie den Wald mit offenen Sinnen und verhalten Sie sich entsprechend vorsichtig. Eine vollständige Sicherung des Waldes ist weder möglich noch sinnvoll. 
Vor allem bei Wind und Gewittern verstärkt sich die Situation - verzichten Sie bei Sturm auf einen Waldbesuch.

Der Verband WaldBeiderBasel hat zum Thema mit einer Medienmitteilung detailliert informiert.

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